Und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.

Johannes 8,32

Es gibt nur eine Wahrheit, und diese Wahrheit ist Jesus.
Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Meine Eltern haben mich in der frühen Kindheit mit der Bibel bekannt gemacht. Schon vor der Schule kannte ich viele biblische Geschichten.In Prokopjewsk, meiner Heimatstadt, ging ich mit meinen Schwestern zu einer Baptistengemeinde. Ich liebte die Musik, insbesondere die Lieder. Einige Lieder aus jener Zeit kenne ich immer noch, sie sind mir immer noch zum Segen.
Als ich 13 Jahre alt war, hatte ich die ganze Bibel durchgelesen. Ich wollte alles wissen, dass in diesem erstaunlichen Buch steht, interessierte mich für die Gemeinde, die Bibel und das jüdische Volk. Aber leider auch für das weltliche Leben, insbesondere für das nahe gelegene Kulturzentrum. Meine Freunde und ich mochten Indianerfilme und Tanzmusik. An warmen Sommerabenden tanzte die Jugend auf der Straße. Ich war 14 Jahre alt, als ich zum ersten Mal zu einem Tanzabend ging, und war seitdem ein regelmäßiger Besucher des (sozialistischen) Kulturhauses.
Mit 16 ging ich nicht mehr zur Kirche. Zu dieser Zeit war ich schon weit weg von Gott. Mein Freundeskreis bestand aus Menschen, die nach der Art dieser Welt (Epheser 2,2) lebten. Beim Tanz kam es des Öfteren zum Streit, sodass ich verprügelt und angetrunken nach Hause kam, wo mich meine weinende Mutter in Empfang nahm, oft schon in den Morgenstunden. Gott allein weiß, wie viele schlaflose Nächte sie meinetwegen hatte. Ich arbeitete im Kohlenbergwerk, zu Hause war ich selten. Als ich im Januar 1985 von der Musterung heimkehrte erfuhr ich durch einen Nachbarn vom Tod meiner Mutter — Herzstillstand mit 54 Jahren.Im April wurde ich in den Militärdienst einberufen. Dort begann ich wieder an Gott zu denken, die gläubigen Freunde, die christlichen Lieder. Immer wieder sang ich diese Lieder zur Gitarre. Sie gaben mir Hoffnung. Ich sagte mir: „Ich will zu Gott kommen und ihm dienen.“ Ich betete und bat ihn um Vergebung meiner Sünden, aber Gott antwortete nicht auf meine Gebete, zumindest nicht so, wie ich es erwartete. Er arbeitete an mir, bestrafte mich aus Liebe, aber damals verstand ich das noch nicht.
Im März 1990 zogen wir nach Deutschland um. Dort traf ich meine zukünftige Frau, und als unsere erste Tochter 8 Monate war, bekehrte ich mich zu Gott. Er nahm mich an und hat mir verziehen. Ein Jahr später folgte meine Frau. Seitdem sind wir glücklich und dienen Gott als ganze Familie — er hat uns vier Kinder geschenkt.
Ich singe immer noch gerne Lieder und mag sehr gern Gedichte, von denen ich viele auswendig kenne. Ich bin etliche Male auf Missionseinsätzen in Russland, der Tschechischen Republik und der Ukraine gewesen. Überall hören die Menschen gerne diese Gedichte. Gott gab mir auch das Privileg, im Lande Israel Gedichte zu lesen und vorzulesen. Eine besondere Liebe verbindet mich zu diesem Land uns seinen Leuten.
Im Rückblick auf mein Leben kann ich mit Sicherheit sagen, dass es ohne Gott kein Glück gibt. Gott liebt es, Sünder zu retten und sie glücklich zu machen. Jesus Christus ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen.
Gott segne dich!


Andreas (50)

Israel-Freund und Ehemann