Bekehrt habe ich mich bei einem Evangelisationsgottesdienst mit Michael Putzi. Ich durfte in einem christlichen Elternhaus aufwachsen, das heißt mir wurden von klein auf biblische Geschichten erzählt, ich durfte zur Kinderstunde gehen und Eltern haben, die mir als gutes Vorbild dienten. Mir wurde früh erklärt, dass ich ein sündiger Mensch bin und nur durch den Tod Jesu Christi gerettet werden konnte. Das begriff ich und bat Gott um die Vergebung meiner Sünden.
Jedoch vergaß ich schnell wieder, dass ich ein neues Leben begonnen hatte und entfernte mich in den folgenden Jahren immer mehr von Gott. Ich las wenig in der Bibel, und wenn ich es tat, dann nur, weil ich kein schlechtes Gewissen haben wollte und meine Eltern mir immer wieder sagten, dass ich es tun sollte. Aber das, was ich las, glaubte ich meist gar nicht oder dachte auch nicht weiter darüber nach.
Im Religionsunterricht wurden in mir auch immer mehr Zweifel gesät und ich wollte bei meinen Klassenkameraden gut ankommen. In der Schule versuchte ich meinen Glauben zu verstecken, aber in der Kirche tat ich so, als ob alles in Ordnung wäre und ich ein Leben mit Gott lebte. Somit lebte ich zwischen diesen beiden von Grund aus unterschiedlichen Lebensstilen.
Doch Anfang des Jahres 2016 wurde mir bewusst, dass ich eine klare Entscheidung treffen musste. Ich nahm mir für dieses Jahr vor, mehr in der Bibel zu lesen und herauszufinden, was wirklich darin stand. Außerdem begann ich, ein Gebetstagebuch zu führen, in dem ich Gebetsanliegen festhielt, und merkte, wie Gott wirklich Gebete erhört. Im Januar war ich für ein Schulpraktikum in der freien christlichen Schule in Düren und durfte dort noch einmal erleben, wie echte Christen im Alltag mit Jesus lebten.
Eines Abends saß ich mit der Bibel auf meinem Bett. Ich las einen Vers im Römerbrief, der mich zum Nachdenken brachte:

Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark in dem Glauben, indem er Gott die Ehre gab.

Römer 4,20

Das wollte ich auch: Stark werden im Glauben. Wie Abraham. Ich stellte mir die Frage, warum ich eigentlich nicht glaubte. Gott hatte sich ja so deutlich in meinem Leben gezeigt.
Von da an wollte ich Gott von ganzem Herzen nachfolgen. Er ist so ein großer Gott, der die Menschen liebt, und sie zu sich zieht. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er zu mir so gnädig ist und mir bei allem hilft. Nun kann ich einfach nur noch über ihn staunen.
Ich möchte auch dir Mut machen, in der Bibel zu lesen, denn sie hat mir den richtigen Weg gezeigt und wenn du bereit bist, dich auf die Bibel einzulassen, wird sie auch dir den richtigen Weg zeigen.


Sarah (16)

mag Kinder und Musik, Abiturientin