Denn das Wort Gottes (Die Bibel) ist lebendig...

Hebräer 4,12

Es war nicht immer so, dass ich mit diesen Worten etwas anfangen konnte. Mit etwa 14 Jahren kehrte ich meiner christlichen Erziehung den Rücken. Ich war es leid, zum Gottesdienst gehen zu müssen, während meine Freund Spaß auf dem Sportplatz oder auf der Skaterbahn hatten. Darüber hinaus konnte ich mit der Bibel nicht viel anfangen und daher kam es mir ziemlich sinnlos vor, Sonntag ein — Sonntag aus im Gottesdienst zu sitzen und Predigten aus diesem Buch zu hören.
Meine Entscheidung, der Kirche und der Erziehung meiner Eltern den Rücken zu kehren, war vehementer Natur. Ich wurde ein wahrer Rebell gegenüber meinen Eltern, den Lehrern und überhaupt gegenüber allen, die irgendwie eine Autorität in meinem Leben darstellten. Ich suchte nach Erfüllung in dieser Welt und probierte es zunächst mit Rauchen, Alkohol und Partys. Später kamen auch noch leichte Drogen hinzu. Dass es einen Gott gibt und dass es ein Leben nach dem Tod gibt, das leugnete ich nie. Auch wusste ich, dass ein Leben im Ungehorsam Gott gegenüber letzten Endes eine Ewigkeit in der Hölle zur Folge hatte. Und so lebte ich eine ganze Zeit lang mit einem inneren Konflikt — auf der einen Seite, die Lust danach, so zu leben, wie es mir eben passte und auf der anderen Seite, das Bewusstsein eines Lebens nach dem Tod, wo Gott über jeden Menschen ein gerechtes Urteil sprechen würde.
Schließlich fasste ich einen Entschluss! Ich würde meine Bibel (es war ein kleines Neues Testament) in die Tasche packen, mir einen ruhigen Ort suchen und Gott nochmal die „Chance“ geben, durch sein Wort zu mir zu sprechen. Würde es etwas bringen, so würde ich einen Neuanfang mit Gott wagen — würde es mich hingegen kalt lassen, so würde ich mich für immer von Gott und seinem Wort trennen. Es kam, wie es kommen musste, meine Bibel ließ mich kalt! Enttäuscht fuhr ich auf meinen Inline-Skates weiter und suchte nach einem geeigneten Ort, sie loszuwerden. An einer Haltestelle dachte ich mir, hier würde sie mit Sicherheit entweder jemand mitnehmen oder wegschmeißen (selbst wollte ich sie nicht in den Mülleimer schmeißen). Dann wäre ich sie für immer los. Ich tat es! Ich legte sie dort im Vorbeifahren ab und meinte, sie endlich losgeworden zu sein. Doch es kam anders! Gott war es in seiner großen Liebe nicht egal, wie ich zu ihm und seinem Wort stand. Er ließ mich erleben, was es heißt, dass sein Wort lebendig ist!
An einem warmen Nachmittag saß ich auf der Treppe zu unserem Haus und sinnierte über das Leben. Plötzlich fuhr ein Streifenwagen. Zu diesem Zeitpunkt konnte eine Begegnung zwischen mir und der Polizei nichts Gutes bedeuten. Und tatsächlich — er fragte, ob hier ein gewisser „Valentin Rempel“ wohnen würde. Ich bekam es zunehmend mit der Angst zu tun. Er zog etwas aus der Tasche und hielt es mir hin. Mit den ermahnenden Worten: „Passen Sie besser auf Ihre Sachen auf!“, verabschiedete sich der Polizist. Ich traute meinen Augen nicht! Was hielt ich in der Hand? Sie werden es erraten haben — MEINE BIBEL! Natürlich, mein Name stand darin und so hatten sie rausfinden können, wo ich wohne und brachten mir das Buch wieder zurück, was ich meinte, für immer losgeworden zu sein! Da erkannte ich: Gottes Wort IST lebendig! Nun, wie eindrücklich das Ereignis war, ich wollte immer noch nicht. Ich lebte noch einige Zeit in tiefer Sünde. Es mussten Unfälle und Todesfälle folgen, bis ich erkannte: Gott meint MICH! Er sucht mich und möchte mich erretten aus meinem verlorenen Leben. Ich lobe Gott für den 09.09.07 — an diesem Tag bat ich Gott um Vergebung für alle meine Sünden und nahm ihn als Herrn und Heiland in mein Leben auf. Seit diesem Tag lese ich gerne in der Bibel und versuche es täglich zu tun. Sie verändert mein Leben — denn, das „Wort Gottes ist lebendig!“
Ich habe diese Entscheidung nie bereut! Versuchen auch Sie es und geben Sie Gottes Wort eine „Chance“!


Valentin (25)

Jugendleiter, Justizvollzugsbeamter